25.-27. Juni 2007 | Nürnberg
Image Neues Museum

Parallele Workshops


Dienstag, 26. Juni 2007, 09.30 - 13.00 h


1. Von Mediation zu nachhaltigem Frieden
Welche Verbindungen bestehen zwischen Übergangsjustiz und Mediation? Der Workshop wird sich mit Themen wie der Aufnahme der Menschenrechte in Mediationsprozesse, der Anpassung spezifischer Mediationsmodelle an bestehende Strukturen und Konfliktkonstellationen und der Überprüfung von Friedensverträgen beschäftigen.

2. Gerechtigkeit in fortbestehenden Konfliktsituationen
Der Workshop wird die folgenden Themenkomplexe behandeln: Kann es in Situationen anhaltenden gewalttätigen Konfliktes ein ausreichendes Maß an Rechtsstaatlichkeit und Neutralität geben, um Programme zur Förderung der Gerechtigkeit umzusetzen? Welche (günstigen/ungünstigen) Wirkungen hat die Strafverfolgung auf den Friedensprozess? Was müssen Justizorgane in Konfliktsituationen bedenken und beachten?

3. Vergangenheit und Zukunft - Die Beziehung zwischen
    Gerechtigkeit und Entwicklung
Ausgehend von einem weit gefassten, multidimensionalen Konzept des nachhaltigen Friedens wird sich der Workshop mit der Ressourcenverteilung, den Aufgaben und der Komplementarität der Akteure beschäftigen und Verbindungen zwischen Entwicklungskooperation/ Hilfsprogrammen und den Mechanismen der Übergangsjustiz im Rahmen länderspezifischer Entwicklungsstrategien untersuchen.

4. Die rechtlichen Rahmenbedingungen
Der Workshop betrachtet die nationalen und internationalen rechtlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf Amnestie und die Rechte von Opfern (Wahrheit, Teilhabe, Wiedergutmachung) und wird sich mit rechtlichen Fragen beschäftigen, die sich aus dem Römischen Statut des IStGH ergeben.

5. Lehren aus südafrikanischen und kolumbianischen Modellen kompromissbehafteter Justiz
In einer Reihe von Ländern wurden Maßnahmen zur Verwirklichung von Gerechtigkeit während der Friedensverhandlungen bewusst Grenzen gesetzt. Wie waren solche Kompromisse möglich? Belasten Sie den Friedensprozess? Wie werden sie von den Opfern gesehen? Auf welche Weise belastet die fortbestehende Anwesenheit möglicher "Unruhestifter" die Situation?

Dienstag, 26. Juni 2007, 14.30 - 18.00 h

6. Gerechtigkeit verhandeln
Fragen der Gerechtigkeit müssen möglichst frühzeitig innerhalb des Friedensprozesses behandelt werden. Wie wurde mit diesen Themen in Friedensverträgen umgegangen? Wie bewerten Mediatoren diese Themen? Der Workshop wird sich auf Fallbeispiele des "Centre for Humanitarian Dialogue" stützen.

7. Die Wirkung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH)
Der Workshop betrachtet die komplementäre Beziehung zwischen dem IStGH und den nationalen Justizsystemen. Dabei werden Risiken und Nutzen der Tätigkeit des IStGH in Konfliktgebieten und die Rolle des IStGH als Akteur/ Katalysator bei der Förderung von Sicherheit, humanitärer Hilfe und Entwicklung beleuchtet. 

8. Versöhnung
Dieser Workshop widmet sich der Bedeutung der Versöhnung, die hier als ein pragmatischer Prozess zum Aufbau von Beziehungen zwischen Gruppen betrachtet wird: Welche Interaktionen bestehen zwischen diesem Prozess und anderen Voraussetzungen für Gerechtigkeit und Entwicklung? Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft beim Aufbau von Beziehungen? Geschlechtergerechtigkeit und Versöhnung?

9. Mechanismen der Justiz und die Frage der Legitimität:
    Konzepte und Herausforderungen
Auf der Grundlage von drei Fallbeispielen soll in diesem Workshop versucht werden, die Legitimität interner und externer Akteure und Justizmechanismen zu untersuchen. Hierzu werden Konzepte zur Legitimität der Justiz, die Akzeptanz externer und interner Justizmodelle und die Herausforderungen an den Übergang von externer zu lokaler Justiz erörtert.

10. Alternative Ansätze zur Vergangenheitsbewältigung
Wie ist es manchen Ländern gelungen, trotz des Fehlens einer formalen oder anerkannten Übergangsjustiz (relative) Stabilität und den Schutz von Menschenrechten zu erreichen? In diesem Workshop werden einige der am häufigsten zitierten Beispiele beleuchtet.