news
- Pressemitteilung
20. Juni 2008:
Presseerklärung: „Nürnberger Erklärung zu Frieden und Gerechtigkeit“ (pdf; 20 KB)
- Pressemitteilung
27. Juni 2007:
Presseerklärung der Veranstalter der internationalen Konferenz "Frieden und Gerechtigkeit - Bausteine der Zukunft", 27.06.2007 (pdf; 40 KB)
- Pressemitteilung
25. Juni 2007:
Bundesminister Steinmeier eröffnete Nürnberger Friedenskonferenz: "Frieden und Versöhnung sind mit dem Denken in Schwarz und Weiß nicht erreichbar" (pdf; 160 KB)

Parallele Workshops
Dienstag, 26. Juni 2007, 09.30 -
13.00 h
1. Von Mediation zu nachhaltigem Frieden
Welche Verbindungen bestehen zwischen Übergangsjustiz und Mediation? Der
Workshop wird sich mit Themen wie der Aufnahme der Menschenrechte in
Mediationsprozesse, der Anpassung spezifischer Mediationsmodelle an bestehende
Strukturen und Konfliktkonstellationen und der Überprüfung von Friedensverträgen
beschäftigen.
2. Gerechtigkeit in fortbestehenden Konfliktsituationen
Der Workshop wird die folgenden Themenkomplexe behandeln: Kann es in Situationen
anhaltenden gewalttätigen Konfliktes ein ausreichendes Maß an
Rechtsstaatlichkeit und Neutralität geben, um Programme zur Förderung der
Gerechtigkeit umzusetzen? Welche (günstigen/ungünstigen) Wirkungen hat die
Strafverfolgung auf den Friedensprozess? Was müssen Justizorgane in
Konfliktsituationen bedenken und beachten?
3. Vergangenheit und Zukunft - Die Beziehung zwischen
Gerechtigkeit und
Entwicklung
Ausgehend von einem weit gefassten, multidimensionalen Konzept des
nachhaltigen Friedens wird sich der Workshop mit der Ressourcenverteilung, den
Aufgaben und der Komplementarität der Akteure beschäftigen und Verbindungen
zwischen Entwicklungskooperation/ Hilfsprogrammen und den Mechanismen der
Übergangsjustiz im Rahmen länderspezifischer Entwicklungsstrategien untersuchen.
4. Die rechtlichen Rahmenbedingungen
Der Workshop betrachtet die nationalen und internationalen rechtlichen
Rahmenbedingungen in Bezug auf Amnestie und die Rechte von Opfern (Wahrheit,
Teilhabe, Wiedergutmachung) und wird sich mit rechtlichen Fragen beschäftigen,
die sich aus dem Römischen Statut des IStGH ergeben.
5. Lehren aus südafrikanischen und kolumbianischen Modellen kompromissbehafteter Justiz
In einer Reihe von Ländern wurden Maßnahmen zur Verwirklichung von
Gerechtigkeit während der Friedensverhandlungen bewusst Grenzen gesetzt. Wie
waren solche Kompromisse möglich? Belasten Sie den Friedensprozess? Wie werden
sie von den Opfern gesehen? Auf welche Weise belastet die fortbestehende
Anwesenheit möglicher
"Unruhestifter" die Situation?
Dienstag, 26. Juni 2007, 14.30 - 18.00 h
6. Gerechtigkeit verhandeln
Fragen der Gerechtigkeit müssen möglichst frühzeitig innerhalb des
Friedensprozesses behandelt werden. Wie wurde mit diesen Themen in
Friedensverträgen umgegangen? Wie bewerten Mediatoren diese Themen? Der Workshop
wird sich auf Fallbeispiele des "Centre for Humanitarian Dialogue" stützen.
7. Die Wirkung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH)
Der Workshop betrachtet die komplementäre Beziehung zwischen dem IStGH und
den nationalen Justizsystemen. Dabei werden Risiken und Nutzen der Tätigkeit des
IStGH in Konfliktgebieten und die Rolle des IStGH als Akteur/ Katalysator bei
der Förderung von Sicherheit, humanitärer Hilfe und Entwicklung beleuchtet.
8. Versöhnung
Dieser Workshop widmet sich der Bedeutung der Versöhnung, die hier als ein
pragmatischer Prozess zum Aufbau von Beziehungen zwischen Gruppen betrachtet
wird: Welche Interaktionen bestehen zwischen diesem Prozess und anderen
Voraussetzungen für Gerechtigkeit und Entwicklung? Welche Rolle spielt die
Zivilgesellschaft beim Aufbau von Beziehungen? Geschlechtergerechtigkeit und
Versöhnung?
9. Mechanismen der Justiz und die Frage der Legitimität:
Konzepte und
Herausforderungen
Auf der Grundlage von drei Fallbeispielen soll in diesem Workshop versucht
werden, die Legitimität interner und externer Akteure und Justizmechanismen zu
untersuchen. Hierzu werden Konzepte zur Legitimität der Justiz, die Akzeptanz
externer und interner Justizmodelle und die Herausforderungen an den Übergang
von externer zu lokaler Justiz erörtert.
10. Alternative Ansätze zur Vergangenheitsbewältigung
Wie ist es manchen Ländern gelungen, trotz des Fehlens einer formalen oder
anerkannten Übergangsjustiz (relative) Stabilität und den Schutz von
Menschenrechten zu erreichen? In diesem Workshop werden einige der am häufigsten
zitierten Beispiele beleuchtet.
