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- Book Release (2009)
Building a Future on Peace and Justice
Kai Ambos; Judith Large; Marieke Wierda, (Eds.)
Studies on Transitional Justice, Peace and Development
The Nuremberg Declaration on Peace and Justice
Online and hardcover version available
- Pressemitteilung
20. Juni 2008:
Presseerklärung: „Nürnberger Erklärung zu Frieden und Gerechtigkeit“ (pdf; 20 KB)
- Pressemitteilung
27. Juni 2007:
Presseerklärung der Veranstalter der internationalen Konferenz "Frieden und Gerechtigkeit - Bausteine der Zukunft", 27.06.2007 (pdf; 40 KB)
- Pressemitteilung
25. Juni 2007:
Bundesminister Steinmeier eröffnete Nürnberger Friedenskonferenz: "Frieden und Versöhnung sind mit dem Denken in Schwarz und Weiß nicht erreichbar" (pdf; 160 KB)

Parallele Workshops
Dienstag, 26. Juni 2007, 14.30 - 18.00 h
Workshop 8:
Versöhnung
Englisch
Übersetzung in Französisch und Deutsch
Podium:
Vorsitz: Yasmin Sooka, Foundation for Human Rights in South Africa
Experten:
1. Hizkias Assefa, Center for Justice and Peacebuilding, Eastern Mennonite University
2. David Bloomfield, Berghof Research Center
3. Mohammad Farid Hamidi, Afghanistan Independent Human Rights Commission
4. Hugo van de Merwe, Centre for the Study of Violence and Reconciliation (CSVR), Johannesburg
Kurzfassung:
In vielen Konflikt- und Nachkonfliktländern kommt es immer häufiger zu Situationen, in denen Frieden und Gerechtigkeit scheinbar zu konkurrieren scheinen. Führer von Konfliktparteien akzeptieren Friedensverträge oft nur gegen die Zusage von Amnestie. In vielen Fällen werden die Möglichkeiten, Gerechtigkeit auszuüben, durch eine fragile Sicherheitslage, prekäre Vereinbarungen über die Teilung der Macht nach dem Ende eines Konflikts und schwache Institutionen behindert. Opfer von Konflikten fühlen sich ungerecht behandelt, wenn niemand für die erlittenen Leiden zur Rechenschaft gezogen wird. Schließlich wird das Streben nach Frieden oft auch dadurch erschwert, dass Friedens-/Sicherheitsorgane, Justiz/Rechtswesen und andere Entwicklungsträger sich um knappe Ressourcen streiten müssen. Während Anfang der 1990er Jahre so genannte "Wahrheits- und Versöhnungskommissionen" ein starkes Instrument zur Förderung des Friedensprozesses in solchen Situationen zu sein schienen, wird der Versöhnungsbegriff aus heutiger Sicht wesentlich kritischer betrachtet.
Der Workshop wird sich daher mit der Bedeutung der Versöhnung beschäftigen, die hier als ein pragmatischer Prozess der (Wieder-)Herstellung von Beziehungen betrachtet werden soll, der auf der Grundlage von (politischen, institutionellen, emotionalen) vertrauensbildenden Maßnahmen zwischen Gruppen (im Gegensatz zur Versöhnung zwischen Einzelpersonen) stattfindet. Der Workshop soll ein falsches Verständnis des Versöhnungsbegriffs korrigieren (Versöhnung ist nicht gleichbedeutend mit dem Verzicht auf Rechenschaft, kollektivem Vergessen oder persönlicher Vergebung).
Eines der Hauptthemen wird ein Vergleich der Vor- und Nachteile so genannter "Bottom-Up"- und "Top-Down"-Prozesse sein: Setzt Versöhnung eine visionäre politische Führerschaft voraus, die Brücken auf einer elitären Ebene oder durch öffentliche Akte von Demut und Einheit baut? Oder hängt Versöhnung eher von nachhaltigen Initiativen zum Aufbau von Verständnis zwischen ehemals verfeindeten Gruppen in Schulen, am Arbeitsplatz und in den Gemeinden ab?
Weitere Fragen gelten der Interaktion und wechselseitigen Abhängigkeit zwischen dem Beziehungsaufbau und anderen Voraussetzungen für Gerechtigkeit und Entwicklung, der Schaffung von Gerechtigkeit, dem Aufbau von Institutionen, der Rolle der Politik und der Justiz für Förderung und Nachhaltigkeit des Beziehungsaufbaus, der Rolle der Zivilgesellschaft in der Stärkung des Beziehungsgeflechts und der Bedeutung von Gerechtigkeit und Versöhnung zwischen den Geschlechtern.
Workshop-Organisation:
Centre for the Study of Violence and Reconciliation (CSVR), Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)
