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- Book Release (2009)
Building a Future on Peace and Justice
Kai Ambos; Judith Large; Marieke Wierda, (Eds.)
Studies on Transitional Justice, Peace and Development
The Nuremberg Declaration on Peace and Justice
Online and hardcover version available
- Pressemitteilung
20. Juni 2008:
Presseerklärung: „Nürnberger Erklärung zu Frieden und Gerechtigkeit“ (pdf; 20 KB)
- Pressemitteilung
27. Juni 2007:
Presseerklärung der Veranstalter der internationalen Konferenz "Frieden und Gerechtigkeit - Bausteine der Zukunft", 27.06.2007 (pdf; 40 KB)
- Pressemitteilung
25. Juni 2007:
Bundesminister Steinmeier eröffnete Nürnberger Friedenskonferenz: "Frieden und Versöhnung sind mit dem Denken in Schwarz und Weiß nicht erreichbar" (pdf; 160 KB)

Frieden und Gerechtigkeit
Frieden und Gerechtigkeit sind herausragende Ziele der Arbeit der
Vereinten Nationen. Institutionen und Mechanismen, die Gerechtigkeit herstellen
sollen, gewinnen weltweit an Bedeutung - das belegt zum Beispiel der
Internationale Strafgerichtshof. Gleichzeitig nehmen Situationen zu, in denen
Frieden und Gerechtigkeit miteinander zu konkurrieren scheinen: Anführer von
Konfliktparteien akzeptieren Friedensverträge oft nur gegen die Zusage von
Amnestie. In vielen Fällen werden die Möglichkeiten, Gerechtigkeit auszuüben,
durch eine fragile Sicherheitslage, prekäre Vereinbarungen über die Teilung der
Machtbefugnisse nach dem Ende eines Konflikts und schwache Institutionen
behindert. Opfer von Konflikten fühlen sich ungerecht behandelt, wenn niemand
für die erlittenen Leiden zur Rechenschaft gezogen wird. Schließlich wird das
Streben nach Frieden oft auch dadurch erschwert, dass wichtige
Wiederaufbau-Maßnahmen wie Reformen des Sicherheitssektors,
Rechtsstaatsförderung und andere Entwicklungsaufgaben um knappe Ressourcen
konkurrieren müssen.
Ziel der Konferenz war es, zu einem besseren Verständnis der Spannungen
beizutragen, die sich bei Friedensverhandlungen sowie in der
Nachkonflikt-Friedenssicherung zwischen Frieden und Gerechtigkeit ergeben
können. Vorschläge zum Umgang mit diesen Spannungen wurden entwickelt. Dazu
wurden praktische Erfahrungen von Politik und Zivilgesellschaft sowie der
Sachverstand der Wissenschaft einbezogen. Im Ergebnis zielte die Konferenz ab
auf die Erarbeitung konkreter Handlungsempfehlungen zur Frage, wie - ausgehend
von einem ganzheitlichen, d.h. Frieden, Gerechtigkeit, Entwicklung und
institutionelle Reformen umfassenden Verständnis von nachhaltigem Frieden - mit
möglichen Spannungen zwischen Frieden und Gerechtigkeit umgegangen werden kann
ab. Diese Handlungsempfehlungen richten sich an Entscheidungsträger nationaler
Regierungen und internationaler Organisationen, darunter vor allem die Vereinten
Nationen und den Internationalen Strafgerichtshof.
