25.-27. Juni 2007 | Nürnberg
Image Blaue Nacht

Die Nürnberger Erklärung zu Frieden und Gerechtigkeit


Am 13. Juni 2008 haben die deutsche, finnische und jordanische Regierung dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, den endgültigen Wortlaut der Nürnberger Erklärung zu Frieden und Gerechtigkeit übermittelt.

Die Erklärung wurde zwischen Juli 2007 und April 2008 von einer Gruppe internationaler Experten aus den Bereichen Menschenrechte, Konfliktbearbeitung und Entwicklungszusammenarbeit erarbeitet. Diese waren von den Konferenzveranstaltern benannt worden und haben unter der Schirmherrschaft des Präsidenten von Costa Rica und Friedensnobelpreisträgers, Oscar Arias, gearbeitet. Die Erklärung baut auf die Konferenzergebnisse auf, die Jordaniens früherer UN-Botschafter Prinz Zeid Ra'ad Zeid Al-Hussein in der abschließenden Plenarsitzung vorgestellt hatte. Sie enthält Definitionen, Prinzipien und Empfehlungen zu Fragen des Friedens, der Gerechtigkeit und Straflosigkeit, der Vergangenheitsbewältigung und der Entwicklung. Die Erklärung ist zwar kein rechtliches Dokument, strebt aber an, dass "Personen, die auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene in allen Phasen der Konflikttransformation mitwirken, einschließlich durch Maßnahmen der Vermittlung, der Friedenskonsolidierung in der Konfliktfolgezeit, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Förderung von Übergangsjustiz und Rechtsstaatlichkeit, sich von dieser Erklärung leiten lassen". Auf diesem Wege möchte die Erklärung die künftige Praxis der Herstellung und Konsolidierung eines "gerechten und dauerhaften Friedens" beeinflussen.

Nürnberger Erklärung zu Frieden und Gerechtigkeit als UN-Dokument A/62/885